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resurfacing arhroplasty oder surface replacement arthroplasty

In den letzten Jahren wurde ein alte Idee wieder aufgegriffen ein Hüftgelenk mit Arthrose zu behandeln. Bei der klassischen operativen Behandlung einer Hüftarthrose wird eine Metallschale in die Hüftpfanne gepresst oder geschraubt und ein grosser Metallschaft in den Oberschenkelknochen eingeschlagen. Mit den neuen Materalien wurde nun versucht anstelle des Femurschaftes dem Hüftkopf eine Kappe mit einem kurzen Stiel aufzusetzten. Das Bild unten zeigt eine solche Femurkappe mit der zugehörigen Pfannenschale. 


Die Ergebnisse beim sogenannten Oberflächenersatz haben die Beständigkeit der seit den 60er Jahren bewährten Totalendoprothese bereits in der Beorbachtungszeit von nur 5 Jahren bei weitem nicht erreicht. Weitere Studien sind erforderlich. 

Neue Ergibnisse zur resurfacing arthroplasty                                      update Januar 2011

J. .M.. Simpson und R.N. Villar haben im Britischen J Bone Joint Surg 2010;92-B: 1493-7 berichtet dass die Healthcare Products Regulatory Agency aufgrund der Endoprothesen - Rigister Alarm geschlagen habe.                                                                                                                                          

Es zeigte sich im Register, dass von den in England und Wales implantierten  Hüft-Oberflächenersatz - Prothesen nach nur drei Jahren 4.5 % gewechselt werden mussten. Bei normalen Hüftendoprothesen sind dies nur 1.3 %. Am meisten Wechsel waren bei Frauen über 65 Jahren zu verzeichnen - nämlich 8.5 %.

 Auch das australische Register zeigte nach acht Jahren eine Wechselrate von 6.1%. Am meisten Wechsel mussten bei Kopfgrössen von 44 mm oder kleiner vorgenommen werden.

Im Joint Replacement Institute Saint Vincent Los Angeles wurden Patienten mit einem hohen body mass index (BMI) mit Patienten verglichen welche ein normales Körpergewicht aufwiesen. Bei den Normalgewichtigen also den Patienten mit BMI unter 25 mussten bereits nach einer Beobachtungszeit von mindestens zwei Jahren 31 von 626 also 5 % aller Oberflächenersatzprothesen in normale Totalendoprothesen umgewandelt werden weil sich die Kappe lockerte.  

Literatur: Michel J. Le Duff et al.  "Metal-onMetal Hip Resurfacing for Obese Patients"

J Bone Joint Surg Am 2007;89:2705-11      


 

In einer Studie der Orthopaedischen Klinik der Technischen Universität München wurde bei einer durchschnittlichen Nachuntersuchungszeit von nur 18 Monaten bei den ersten 20 Patienten bereits eine Schenkelhalsfraktur und eine Pfannenlockerung gefunden. Die Komplikationsrate beträgt also hohe 10 %.  

Literatur: M. Rudert et al. "Der Oberflächenersatz am Hüftgelenk" Orhopäde2007;36:304-310

Mehr erfahren Sie in der Praxis Dr. med. Anton Stadelmann

Mehr Informationen erhalten Sie bei Dr. med. A. Stadelmann, Facharzt für orthopaedische Chirurgie,

Stockestrasse 42        8002 Zürich                                           Telefon 044 262 01 62

http://www.orthopaedie-stadelmann.ch/endoprothetik.html

Ein Vorteil des Hüftgelenkersatzes mit den  konnte mit den Oberfächenersatzendoprothesen (surface replacement arthroplasty = SRA) im Vergleich mit den bewährten konventionellen Totalendoprothesen (total hip arthroplasty =THA) gezeigt werden. In einer Studie der Universität Montreal wo bei Patienten unter 65 Jahren mit einseitiger Arthrose nach Zufallsentscheid (randomisiert) bei 49 Patienten eine SRA und bei 55 Patienten eine THA implantiert wurde konnte mit der SRA die Beinlänge bei 57 % innerhalb 4 mm hergestellt werden und bei der THA nur bei 25 %. In der gleichen Studie wurde  nach der Operation auch nachgemessen wie gut der Abstand  des Kopfzentrums von der Schaftmitte des Oberschenkels (der sog. offset) wieder hergestellt werden konnte. Innerhalb von 4 mm konnte der offset bei der SRA in 57 % der Fälle und bei der THA nur in 25 % der Fälle wieder hergestellt werden.   

Literatur: J. Girard et al   "Biomechanical reconstruction of the hip" J Bone Joint Surg (Br) 2006;88:721-6.       

Wenn mit den Oberflächenersatzprothesen die Anatomie häufiger innerhalb kleiner Toleranzen wiederhergestllt werden kann, könnte sich dies als ein Vorteil erweisen. Wir wissen aus Erfahrung , dass die möglichst genaue Wiederherstellung der Anatomie beim Hüfgelenksersatz weniger häufig eine Muskelschwäche oder ein Hinken verursacht. Besonders wichtig ist die Wiederherstellung des offset. Leider fehlen Langzeitresultate um sagen zu können ob diese neuen Implantate (surface replacement arthroplasty = SRA) wie oben abgebildet auch so lange halten wie die bis jetzt verwendeten THA. In den letzten Jahren wurde es durch das Angebot von verschiedenen Schenkelhalswinkeln auch mit der THA möglich immer öfter eine genaue Wiederhestellung des offset zu erzielen. 

Mehr Informationen erhalten Sie bei Dr. med. A. Stadelmann, Facharzt für orthopaedische Chirurgie,

Stockerstrasse 42  8002 Zürich                                             Telefon 044 262 0162 

http://www.orthopaedie-stadelmann.ch/endoprothetik.html